Wissenschaftliche Erschließung und digitale Präsentation der griechischen Handschriften in der Universitätsbibliothek Leipzig

Ziel des Projekts, das von der Universitätsbibliothek Leipzig und dem Lehrstuhl für Byzantinische und Neugriechische Philologie der Universität Leipzig in Kooperation durchgeführt wird, ist zum einen die wissenschaftliche Erschließung der griechischen Handschriften in der UB Leipzig gemäß den international etablierten Standards für die Handschriftenkatalogisierung im Bereich der Gräzistik/Byzantinistik. Die inhaltliche Bearbeitung wird zum anderen von einer Gesamtdigitalisierung begleitet, so dass die internationale Forschung auf der Basis der Erschließungsdaten ungehindert auf die katalogisierten Materialien zugreifen und die Projektergebnisse so zum Ausgangspunkt weiterer Arbeiten nehmen kann.

Die Sammlung der griechischen Handschriften in der Universitätsbibliothek Leipzig besteht aus den Fonds der universitätseigenen Codices graeci und des Depositums Leipziger Stadtbibliothek. Mit 116 Signaturen ist es der drittgrößte griechische Handschriftenbestand in Deutschland. Die Sammlung enthält mehrere berühmte Einzelstücke wie den Codex Sinaiticus, die Chronik des Genesios oder das Zeremonienbuch des Porphyrogennetos und zeichnet sich darüber hinaus durch ein inhaltlich breites Spektrum aus, das von Bibelüberlieferung und theologischer Literatur über philosophische, poetische und historische Texte bis hin zum juristischen, medizinischen oder mathematisch-technischen Fachschrifttum reicht.

Die Erschließungsdaten werden mit Hilfe der speziell für die Handschriftenkatalogisierung entwickelten Software Manuscriptum XML (MXML) der Handschriftendatenbank Manuscripta Mediaevalia erfasst und über die Website von ManuMed publiziert. Parallel werden sie in das lokale MyCoRe-basierte Präsentationssystem der UB Leipzig eingespeist, über das auch die Digitalisate der Handschriften bereitgestellt werden. Dabei werden die Metadaten in den Sprachen deutsch, lateinisch und griechisch erfasst und über die Metadatenoberfläche präsentiert.

Durch die Spiegelung der Images in ManuMed werden die Projektergebnisse über dieses zentrale Handschriftenportal vollständig publiziert. Die Weitergabe von Erschließungs- und Bilddaten an weitere zentrale Anbieter wie z. B. Teuchos ist ebenfalls geplant.

Neben der Online-Publikation ist die Veröffentlichung eines gedruckten Katalogs Ziel des Projekts. Dieser Katalog wird mittels eines PDF-Generators aus der MyCoRe-Datenbank generiert.


Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft



Projektlaufzeit: 2012 - 2015



ProjektmitarbeiterInnen: N. N. 

IT-Betreuung: Jens Kupferschmidt 

Projektbetreuer und Ansprechpartner: Dr. Christoph Mackert, Prof: Dr. Thomas Fuchs, Prof. Dr. Foteini Kolovou

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