Tiefenerschließung und Digitalisierung der deutschsprachigen mittelalterlichen Handschriften der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden
Das Kooperationsprojekt der
SLUB Dresden und der UB Leipzig dient der wissenschaftlichen Erschließung und vollständigen Digitalisierung der deutschsprachigen und niederländischen mittelalterlichen Handschriften der SLUB Dresden.
Der Bestand umfasst 165 Handschriften (darunter 17 Fragmente und 25 Stücke archivalischen Charakters) und zeichnet sich entsprechend seiner Herkunft aus einer fürstlichen Bibliothek durch einen sehr hohen Anteil an poetisch-literarischen, historischen, didaktischen, juristischen und fachkundlichen Handschriften aus. Aufgrund massiver Wasserschäden aus dem 2. Weltkrieg gelten viele Handschriften als nicht oder nur bedingt benutzbar.
Darüber hinaus haben die politischen und wissenschaftlichen Bedingungen seit 1945 dazu beigetragen, dass der Bestand bis heute unzureichend erschlossen und wenig erforscht ist. Ein von Franz Schnorr von Carolsfeld begonnener Kurzkatalog in 5 Bänden (1882-1923, 1986) bietet zumeist lediglich Grunddaten.
Die Kombination von Tiefenerschließung und Gesamtdigitalisierung soll nun alle erforderlichen Informationen für eine ungehinderte wissenschaftliche Nutzung der Handschriften bereitstellen.
Die Erschließung wird mit Hilfe der Datenbanksoftware Manuscriptum XML am Handschriftenzentrum Leipzig durchgeführt, die
Digitalisierung an der SLUB Dresden.
Die WWW-Publikation erfolgt über das
Präsentationssystem der SLUB sowie über
Manuscripta mediaevalia (Projekte).
Weitere Informationen zu Dresdner Handschriften:
Vorstellung des Projekts in zwei Artikeln in der Zeitschrift "Bibliotheken in Sachsen (BIS)
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektlaufzeit: 2008 - 2015
Bearbeiter und Ansprechpartner: Dr. Werner Hoffmann, Tel.: +49 (0)341 - 97 30503
Leiter des Handschriftenzentrums der Universitätsbibliothek Leipzig:
Dr. Christoph Mackert, Tel.: +49 (0)341 - 97 30509
Kooperationspartner: Dr. Thomas Bürger (Generaldirektor, SLUB)


