Papyrus-Portal geht online
Pressemitteilung vom 24.10.2008
Am 27. Oktober 2008 wird in der Universitätsbibliothek Leipzig das Papyrus Portal freigeschaltet.
Dem feierlichen Akt mit Präsentation auf der großen Leinwand wohnen Vertreter der beteiligten Bibliotheken aus ganz Deutschland bei, u. a. aus Gießen, Halle, Heidelberg, Köln und Würzburg.
Das Papyrus Portal erlaubt allen virtuellen Besuchern, einen Blick auf die faszinierende und vielfältige Welt der Papyri zu werfen. Für die Forschung eröffnet es einen Blick auf Sammlungen, die bislang nur getrennt konsultiert werden konnten. Mit Hilfe des Portals können gezielte Recherchen in einem einzigartigen und nun digital bearbeiteten Quellenmaterial durchgeführt werden.
In den äußerlich oft unscheinbaren Papyri spiegelt sich die ganze Vielfalt des menschlichen Lebens, das von aktuellen Fragen über das antike Bankwesen, über Steuerbetrug, Korruption, Kauf-, Ehe- und Scheidungsverträgen bis zu Liebeszauber reicht. Die digitalen Abbildungen sichern bestmögliche Lesbarkeit. Das Papyrus Portal wurde durch eine Projektförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft ermöglicht und von Prof. Dr. Reinhold Scholl durchgeführt, dem Leiter der Papyrussammlungen an der Universitätsbibliothek Leipzig. Prof. Scholl koordiniert auch die Erschließung der Papyrussammlungen in Halle, Jena und Leipzig. Inzwischen haben übrigens die großen Sammlungen in Berlin und Wien ihr Interesse an einer künftigen Teilnahme am Portal bekundet.
Termin: 27.10.2008, 9:30 Uhr
Ort: Vortragsraum der Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig
Es sprechen:
Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider (Direktor UBL)
Prof. Dr. Reinhold Scholl (Leiter der Papyrus- und Ostrakasammlung der UBL)
Prof. Dr. Jürgen Hammerstaedt (Institut für klassische Philologie Köln)


