Tödliches Gift und vergrabene Leichen. Was klingt wie der Plot für einen Krimi, spielt sich tagtäglich in der Insektenwelt ab und das vor unseren Augen. Aber nur, wenn man genau hinschaut. Der Vortrag beleuchtet teils verborgenes Leben und wirft ein Schlaglicht auf wundersame Lebenswelten. Von Biberlaus bis Rattenschwanzlarve, es wird spannend.
Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Insektenwissen. Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde“
Insekten und Bücher haben eine ambivalente Beziehung. Während prächtig kolorierte Insektenbücher zu den besonderen Schätzen einer Bibliothek zählen, zeugen Fraßgänge in den Büchern davon, dass sich auch Papierfischchen und Käfer für historische Literatur interessieren.
Die Ausstellung der Universitätsbibliothek Leipzig gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Insektenkunde und präsentiert ihren wertvollen Bestand historischer entomologischer Bücher. Den Schwerpunkt bildet die insektenkundliche Literatur des 18. Jahrhunderts. Damals stieg das Interesse für Insekten sprunghaft an; Käfer und Schmetterlinge zu sammeln wurde ein regelrechter Trend. Die junge Entomologie erlebte vor allem durch die Verbreitung des „Insektenwissens“ in Büchern einen massiven Aufschwung.
Ergänzend zu den Insektenbüchern werden Modelle und Präparate der Zoologischen Sammlung der Universität Leipzig ausgestellt. Neben Fragen zur Darstellung und Ordnung von Insekten wird auch der Umgang mit unerwünschten Insekten in der Bibliothek thematisiert. Und passend zum Thema wird auch die Ausstellung selbst eine Metamorphose erleben und im Laufe des Sommers ihr Aussehen verändern.
Ausstellung vom 8. Mai bis 9. August 2026 in der Bibliotheca Albertina. Montag bis Mittwoch von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 21 Uhr, Eintritt frei.
22. Mai 2026, 17 Uhr Bibliotheca Albertina | Ausstellung: Insektenwissen. Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde
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