Auch wenn auf den ersten Blick oft übersehen, wimmelt es in vielen niederländischen Blumenstillleben von Insekten. Dieser Beitrag wird sich eingehend mit diesen scheinbar nebensächlichen Wesen befassen. Dabei soll das künstlerische Interesse an Insekten in den größeren Kontext der entomologischen Entwicklungen in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts eingeordnet werden, auch mit dem Ziel, ihre häufig unterschätzte Rolle für die Bildwirkung dieser Gemälde zu beleuchten.
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Insektenwissen. Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde“
Insekten und Bücher haben eine ambivalente Beziehung. Während prächtig kolorierte Insektenbücher zu den besonderen Schätzen einer Bibliothek zählen, zeugen Fraßgänge in den Büchern davon, dass sich auch Papierfischchen und Käfer für historische Literatur interessieren.
Die Ausstellung der Universitätsbibliothek Leipzig gibt spannende Einblicke in die Geschichte der Insektenkunde und präsentiert ihren wertvollen Bestand historischer entomologischer Bücher. Den Schwerpunkt bildet die insektenkundliche Literatur des 18. Jahrhunderts. Damals stieg das Interesse für Insekten sprunghaft an; Käfer und Schmetterlinge zu sammeln wurde ein regelrechter Trend. Die junge Entomologie erlebte vor allem durch die Verbreitung des „Insektenwissens“ in Büchern einen massiven Aufschwung.
Ergänzend zu den Insektenbüchern werden Modelle und Präparate der Zoologischen Sammlung der Universität Leipzig ausgestellt. Neben Fragen zur Darstellung und Ordnung von Insekten wird auch der Umgang mit unerwünschten Insekten in der Bibliothek thematisiert. Und passend zum Thema wird auch die Ausstellung selbst eine Metamorphose erleben und im Laufe des Sommers ihr Aussehen verändern.
Ausstellung vom 8. Mai bis 9. August 2026 in der Bibliotheca Albertina. Montag bis Mittwoch von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 21 Uhr, Eintritt frei.
07. Juli 2026, 17 Uhr Bibliotheca Albertina | Ausstellung: Insektenwissen. Historische Bücher und Präparate zur Insektenkunde
|
