Prepper bereiten sich mit Vorräten, Ausrüstung und teils auch Waffen auf künftige Krisen vor – und sind, wie Julian Genner zeigt, kein Randphänomen, sondern in der Mitte der Gesellschaft verankert. Auf Grundlage mehrjähriger Feldforschung mit Interviews, teilnehmender Beobachtung und Recherchen in sozialen Medien bietet seine Studie einen einzigartigen Einblick in die Lebenswelten von Preppern. Wir diskutieren mit dem Autor, was dieses Phänomen über moderne Gesellschaften aussagt, was es mit Misstrauen und Unsicherheit zu tun hat und wo es gefährlich werden kann.
Julian Kaspar Genner ist Empirischer Kulturwissenschaftler. Bis 2024 forschte und lehrte er an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zu seinen Schwerpunkten zählen die politische Anthropologie, die ethnografische Erforschung von Zukunftsvorstellungen sowie die gesellschaftliche Problematisierung von (Un-)Sicherheit.
Das Gespräch führen Uta Karstein und Thomas Schmidt-Lux. Eintritt frei.
Thomasius Club
Der Thomasius Club ist eine offene Gesprächsrunde, die Wissenschaftler*innen einlädt und zu aktuellen Themen ihrer Forschung befragt. Das Programm des Thomasius Clubs wird von einer kleinen Gruppe Aktiver sorgfältig ausgewählt und beschlossen.Seinen Namen trägt der Thomasius Club in Erinnerung an den Leipziger Philosophen und Rechtsgelehrten Christian Thomasius, der im Jahr 1688 seine Monatsgespräche zu veröffentlichen begann. An die Idee dieser Zeitschrift, in deutscher Sprache wissenschaftliche Inhalte zu vermitteln, schließt auch der Thomasius Club an. Die ca. einstündigen Gesprächsrunden werden als Podcast für Interessierte bereitgestellt (http://www.thomasius-club.de).
Unterstützt von L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, der UB Leipzig und dem Institut für Kulturwissenschaften Leipzig.
25. November 2026, 20 Uhr Café Alibi | Zu Gast: Julian Kaspar Genner Website: thomasius-club.de |
