Gespräch: Kein Buch war je allein. Was historische Sammlungszusammenhänge erzählen

Heute sehen wir mittelalterliche Handschriften und frühe gedruckte Bücher als einzelne Kostbarkeiten oder individuelle Forschungsobjekte. Ursprünglich standen diese historischen Bücher aber in aller Regel mit anderen Büchern zusammen und bildeten mit ihnen eine Sammlung, eine Bibliothek.

Was kann uns dieser Sammlungskontext über das einzelne Buchobjekt sagen? Lesen wir ein Buch anders, je nach dem, mit welchen anderen Büchern es zusammensteht? Und: Geben uns die alten Bücher Hinweise, in welchen Sammlungen sie sich einst befanden? Was gewinnen wir dadurch?

Über diese Fragen diskutieren an diesem Abend im Café Alibi der Bibliotheca Albertina: Eva Schlotheuber, Professorin für Mittelalterliche Geschichte und 2016–2021 Vorsitzende des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V., Thomas Thibault Döring, Experte für Alte Drucke und Historische Bibliotheken an der UB Leipzig, und Dr. Christoph Mackert, Leiter des Handschriftenzentrums der Universitätsbibliothek (UB) Leipzig.

Als Special Guest wird das Vokalensemble amarcord akustische Kostproben untergegangener Büchersammlungen geben.

Die Abendveranstaltung findet im Rahmen des diesjährigen Sommerkurses für Handschriftenkultur an der UB Leipzig mit großzügiger Förderung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung statt.

7. September 2022, 20 Uhr

Café Alibi
Bibliotheca Albertina
Beethovenstr. 6
04107 Leipzig

Eintritt frei

Gesprächsrunde: Prof. Dr. Eva Schlotheuber (Universität Düsseldorf), Thomas Thibault Döring und Dr. Christoph Mackert (Universitätsbibliothek Leipzig)

Corona-Hygienebestimmungen: Bitte beachten Sie die geltenden Coronamaßnahmen bei Präsenzveranstaltungen in der UB Leipzig.