Digital Humanities Day Leipzig 2022: "Anything goes?" – Zur Rolle von Theorie in den Digital Humanities

Teil 1

UhrzeitProgrammpunkt
10–10:30Begrüßung
Manuel Burghardt, Professor für Computational Humanities an der Universität Leipzig, Vorstandsvorsitz des FDHL
10:30–12:00Gastvortrag: „Bridging the Gap: Metaphern in den Wissenskulturen der Digital Humanities“ *
Rabea Kleymann, Convenorin der DHd-AG Theorie und Mitarbeiterin des Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin

Teil 2

UhrzeitProgrammpunkt
13–13:45Panel mit
  • Prof. em. Dr. Elisabeth Burr, Französische, frankophone und italienische Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig
  • Prof. em. Dr. Gerhard Heyer, Automatische Sprachverarbeitung am Institut für Informatik an der Universität Leipzig
  • Prof. em. Dr. Verena Klemm, Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Leipzig
  • Prof. em. Dr. Charlotte Schubert, Alte Geschichte an der Universität Leipzig
14:45–15 UhrWürdigung der Panelteilnehmer*innen für ihre Verdienste in den (Leipziger) Digital Humanities

 

* Gastvortrag: Bridging the Gap: Metaphern in den Wissenskulturen der Digital Humanities

Der jüngst ausgerufene laboratory turn rückt die Digital Humanities (DH) als Wissenskultur mit eigenem epistemischen Index in den Fokus. Dabei lassen sich Wissenskulturen nicht nur über ihre Praktiken, Gegenstände und Forschungsfragen beschreiben. Vielmehr spielt für die Wissensproduktion und -vermittlung auch eine narrative und metaphorisch-symbolische Struktur eine Rolle. Für die DH, so der Ausgangspunkt des Vortrags, ist die bildhafte Rede von der Brücke sowie der Ausdruck „bridging the gap“ bezeichnend. Dabei wird der Ausdruck sowohl für eine Beschreibung interdisziplinärer Zusammenarbeit als auch für die Verhandlung epistemischer Diskrepanzen im Rahmen von Mixed Methods-Ansätzen verwendet.

In wissenschaftstheoretischer Perspektive widmet sich der Vortrag zum einen einer Analyse der Brückenmetapher in den DH. Im Vortrag werden dazu Voraussetzungen, Implikationen und Probleme einer metaphorisch-symbolischen Wissensarchitektur rekonstruiert. Wie lassen sich die Funktionsweisen von Metaphern erkenntnistheoretisch beschreiben? Welches Wissen wird so vermittelt? Zum anderen nimmt der Vortrag mögliche neue Metaphern in den Blick, die erlauben Kontingenzen innerhalb der Wissenskulturen zu reflektieren.

Rabea Kleymann ist Postdoktorandin am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Seit 2020 leitet sie das Projekt „Diffraktive Epistemik. Wissenskulturen in den Digital Humanities“. Sie ist Co-Sprecherin der Arbeitsgruppe Digital Humanities Theorie und DHd-Vorstandsmitglied.  Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Wissenschaftstheorie in den DH sowie den Science and Technology Studies.

2. Dezember 2022, 10–15 Uhr

Vortragssaal
Bibliotheca Albertina
Beethovenstr. 6
04107 Leipzig

Eintritt frei

VeranstalterForum für Digital Humanities Leipzig

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