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Handschriften

Mit ca. 3000 mittelalterlichen Überlieferungszeugen bewahrt die UBL eine der fünf größten Sammlungen mittelalterlicher Handschriften in Deutschland. Der Bestand umfasst ca. 2200 vollständige Codices und ca. 800 Fragmentsignaturen.

Der Bestand mittelalterlicher Handschriften speist sich aus vier Haupt­quel­len:

  • den Klosterbibliotheken vor allem des albertinischen Sachsens, die in den 1540er Jahren im Zuge der Reformation säkularisiert und von der Universität Leipzig teilweise übernommen wurden (= Gründung der Universitätsbibliothek "Bibliotheca Paulina"),
  • den universitären Büchersammlungen des Großen und Kleinen Fürstenkollegs sowie der Philosophischen Fakultät, die 1682/83 mit den ehemaligen Klosterbeständen zusammengeführt wurden,
  • Erwerbungen seit dem 19. Jh. (u. a. Sammlungen Hermann Leyser, Ernst Gotthelf Gersdorf, Konstantin von Tischendorf, Gustav Hänel, von der Gabelentz, Apel) sowie 
  • dem historischen Buchbestand der Leipziger Städtischen Leipziger (Leihgabe Leipziger Stadtbibliothek).

Der Gründungsbestand der UBL umfasst folgende sächsische Klos­ter­pro­ve­ni­en­zen:
Zisterzienserkloster Altzelle, Zisterzienserkloster Buch, Benediktinerkloster Chemnitz, Franziskanerkloster Langensalza, Dominikanerkloster St. Paul Leipzig, Augustiner-Chorherrenstift St. Thomas Leipzig, Franziskanerkloster Leipzig, Be­ne­dik­ti­ner­klos­ter St. Jakob Pegau, Au­gus­ti­ner-Chor­herren­stift Petersberg bei Halle, Dominikanerkloster Pirna, Klarissenkloster Weißenfels.

Der mittelalterliche Handschriftenbestand der UBL umfasst folgende Signaturgruppen: Ms 1 – Ms 1999, Codices Haeneliani (teilweise), Codices graeci (teilweise), Ms Apel (teilweise), Ms Gabelentz (teilweise), Rep. I – Rep. VI (Leihgabe Leipziger Stadtbibliothek, teilweise). Weitere mittelalterliche Handschriften finden sich im Segment der neuzeitlichen Handschriften der Ms 0-Signaturengruppe sowie in der Inkunabelsammlung.

Hebräische Handschriften aus dem abendländischen Mittelalter sind in den Signaturengruppen Vollers sowie B.H. eingereiht (Orientalische Handschriftensammlung).

Fragmente sind unter den Signaturen Fragm. lat., Deutsche Fragmente, Fragm. non lat., Fragm. rec., Fragm. impress., Fragm. hebr., Fragm. oriental. verzeichnet. Zu vollständigen Urkunden siehe unter Urkunden.

Nachweisinstrumente

Alle Erschließungsdaten werden generell über die Handschriftendatenbank Manuscripta Mediaevalia bereitgestellt: http://www.manuscripta-mediaevalia.de. Viele Handschriftenbeschreibungen liegen aus­schließ­lich dort in elektronischer Form vor. Auch die gedruckten Kataloge zum Leipziger Handschriftenbestand sind bei Ma­nu­scripta Mediaevalia eingespeist. In den Handschriftendokumenten von Manuscripta Mediaevalia werden außerdem kontinuierlich Aktualisierungen und Ergänzungen nachgeführt. Für Hinweise auf Addenda und Corrigenda ist die Bibliothek sehr dankbar.

Gedruckte Kataloge, die mehrere Signaturengruppen umfassen

  • Franzjosef Pensel, Verzeichnis der deutschen mittelalterlichen Handschriften in der Universitätsbibliothek Leipzig, zum Druck gebracht von Irene Stahl (Deutsche Texte des Mittelalters 70,3), Berlin 1998
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0516
  • Rudolf Helssig, Die lateinischen und deutschen Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig, Bd. 3: Die juristischen Handschriften (Katalog der Handschriften der Universitätsbibliothek zu Leipzig VI,3), Leipzig 1905 (Nachdruck Wiesbaden 1996)
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0725

Handschriftenbestand der Ms-Reihe

  • Ms 1–500: Rudolf Helssig, Die lateinischen und deutschen Handschriften, Bd. 1: Die theologischen Handschriften, Teil 1 (Katalog der Handschriften der Universitäts-Bibliothek zu Leipzig IV,1), Leipzig 1926–1935 (Nachdruck Wiesbaden 1995)
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0726
  • Ms 501–625: Peter Burkhart, Die lateinischen und deutschen Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig, Bd. 2: Die theologischen Handschriften, Teil 1: Ms 501-625 (Katalog der Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig V,2), Wiesbaden 1999
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0557
  • Ms 626–750: Katalogmanuskript von Anette Löffler (2002), unpubliziert
  • Ms 751–869: Kurzkatalog von Almuth Märker sowie z. T. ausführliche Katalogisate von Monika Linder,
    Online-Publikation: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/info/projectinfo/leipzig.html
  • Ms 870–1113: Rudolf Helssig, Die lateinischen und deutschen Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig, Bd. 3: Die juristischen Handschriften (Katalog der Handschriften der Universitätsbibliothek zu Leipzig VI,3), Leipzig 1905 (Nachdruck Wiesbaden 1996), S. 1–254
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0725
  • ab Ms 1114:

Codices Haeneliani

MS Gabelentz

Ms Apel

  • Renate Schipke / Kurt Heydeck, Handschriftencensus der kleineren Sammlungen in den östlichen Bundesländern Deutschlands, Wiesbaden 2000, S. 189–191, 198f.
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0533
  • Brigitte Pfeil, Katalog der deutschen und niederländischen Handschriften des Mittelalters in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) (Schriften zum Bibliotheks- und Büchereiwesen in Sachsen-Anhalt 89), Halle (Saale) 2007, S. 194–230.

Bestand Leipziger Stadtbibliothek

  • Robert Naumann, Catalogus librorum manuscriptorum qui in Bibliotheca Senatoria civitatis Lipsiensis asservantur, Grimma 1838 (Nachdruck Osnabrück 1985)
    Online-Ausgabe: http://books.google.de/books
  • Thomas Fuchs, Handschriften und Urkunden der Stadtbibliothek Leipzig in der Universitätsbibliothek Leipzig. Neuzugänge nach 1838 (Katalog der Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig), Wiesbaden 2009 
  • Franzjosef Pensel, Verzeichnis der deutschen mittelalterlichen Handschriften in der Universitätsbibliothek Leipzig, zum Druck gebracht von Irene Stahl (Deutsche Texte des Mittelalters 70,3), Berlin 1998, S. 311–384
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0516

Fragmentsammlung

Alle Signaturenbereiche der Fragmentsammlung sind in internen Inventarlisten erfasst. Verfügbare Erschließungsdaten zur Fragmentsammlung werden über Manuscripta Mediaevalia bereitgestellt: http://www.manuscripta-mediaevalia.de.

Literatur: Christoph Mackert, Zur Fragmentsammlung der Leipziger Universitätsbibliothek, in: Das Buch in Antike, Mittelalter und Neuzeit. Sonderbestände der Universitätsbibliothek Leipzig, hg. von Thomas Fuchs, Christoph Mackert und Reinhold Scholl (Schriften und Zeugnisse zur Buchgeschichte 20), Wiesbaden 2012, S. 91–120. Online: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa-201863.

Einzelne Provenienzen

  • Detlef Döring, Die Bestandsentwicklung der Bibliothek der Philosophischen Fakultät der Universität zu Leipzig von ihren Anfängen bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der Leipziger Universität in ihrer vorreformatorischen Zeit (Zentralblatt für Bibliothekswesen, Beiheft 99), Leipzig 1990
  • Christoph Mackert, Repositus ad Bibliothecam publicam – eine frühe öffentliche Bibliothek in Altzelle? [Anhang: Verzeichnis der nachweisbaren Bände aus der Altzeller bibliotheca publica], in: Die Zisterzienser und ihre Bibliotheken. Buchbesitz und Schriftgebrauch im Kloster Altzelle, hg. von Tom Graber und Martina Schattkowsky (Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde 28), Leipzig 2008, S. 85–170
  • Christoph Mackert: Früheste Schichten städtischen Buchbesitzes im Bestand der Leipziger Stadtbibliothek – Die Bücherstiftung des Dietrich von Bocksdorf in den Jahren 1459/1463 [Anhang: Erhaltene Handschriften aus der Bücherstiftung Dietrichs von Bocksdorf], in: Leipziger, Eure Bücher! Zwölf Kapitel zur Bestandsgeschichte der Leipziger Stadtbibliothek, hg. von Thomas Fuchs und Christoph Mackert (Schriften aus der Universitätsbibliothek 16), Leipzig 2009, S. 6–39
  • Christoph Mackert: Die Bibliothek des Augustinerchorherrenstifts St. Thomas [Anhang: Liste der nachweisbaren Handschriften aus dem Thomasstift], in: Thomas Fuchs und Christoph Mackert, 3 x Thomas. Die Bibliotheken des Thomasklosters, der Thomaskirche und der Thomasschule im Laufe der Jahrhunderte. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Bibliotheca Albertina vom 18. Oktober 2012 bis 20. Januar 2013 (Schriften aus der Universitätsbibliothek 27), Leipzig 2012, S. 9–36
  • Marek Wejwoda, Dietrich von Bocksdorf und seine Bücher. Rekonstruktion, Entwicklung und inhaltliche Schwerpunkte einer spätmittelalterlichen Gelehrtenbibliothek, Redaktion Christoph Mackert und Katrin Sturm, hg. von Christoph Mackert (Schriften aus der Universitätsbibliothek 31), Leipzig 2014

Die Urkundensammlung enthält ca. 460 vollständige Originalurkunden. Fragmente von Urkunden sind in die Fragmentsammlung eingeordnet (s. o.). In diesem Bestandssegment sind auch die slawischen Handschriften aufgestellt. Sie sind in dem Katalog von Robert Naumann beschrieben.

Nachweisinstrumente

Urkunden der Leihgabe Leipziger Stadtbibliothek

  • Robert Naumann, Catalogus librorum manuscriptorum qui in Bibliotheca Senatoria civitatis Lipsiensis asservantur, Grimma 1838 (Nachdruck Osnabrück 1985), S. 230-270
    Online-Ausgabe: http://books.google.de/books
  • Franzjosef Pensel, Verzeichnis der deutschen mittelalterlichen Handschriften in der Universitätsbibliothek Leipzig, zum Druck gebracht von Irene Stahl (Deutsche Texte des Mittelalters 70,3), Berlin 1998, S. 385-391,
    Online-Ausgabe: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/hsk0516
    Die Urkundensammlung der UB Leipzig ist in einer internen Inventarliste erfasst.

Gedruckter Teilnachweis: Die Urkunden des Klosters St. Veit 1121-1450 (Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte N.F. 15), München 1960

Mit 116 Signaturen verfügt die UBL über die drittgrößte Sammlung griechischer Manuskripte in Deutschland nach den wesentlich umfangreicheren Kollektionen in München und Berlin. Der Bestand enthält mehrere berühmte Einzelstücke wie den Codex Sinaiticus (Cod. gr.1), die Chronik des Genesios (Cod. gr. 16) oder das Zeremonienbuch des Porphyrogennetos (Rep. I 17) und zeichnet sich darüber hinaus durch ein inhaltlich breites Spektrum aus, das von Bibelüberlieferung und theologischer Literatur über philosophische, poetische und historische Texte bis hin zum juristischen, medizinischen oder mathematisch-technischen Fachschrifttum reicht.

Der Bestand gliedert sich in den universitätseigenen Fonds der Codices graeci und die Leihgabe Leipziger Stadtbibliothek (ehemals Ratsbibliothek). Er umfasst sowohl ältere byzantinische Stücke des 8./9. bis 16. Jh. als auch neuzeitliche Gelehrtenmanuskripte und postbyzantinische Musikhandschriften/Liturgica.

Nachweisinstrumente

Die UBL verwahrt rund 4200 neuzeitliche Handschriften, von denen 1100 aus dem Bestand der Stadtbibliothek und 3100 aus dem Bestand der UBL überliefert sind. Die neuzeitlichen Handschriften sind vollständig in gedruckten Katalogen erschlossen

In diesem Bestandssegment sind auch die slawischen Handschriften aufgestellt. Sie sind in dem Katalog von Robert Naumann beschrieben. 

Nachweisinstrumente

  • Robert Naumann: Catalogus librorum manuscriptorum qui in Bibliotheca Senatoria Civitatis Lipsiensis asservantur, Grimma 1838
  • Thomas Fuchs: Handschriften und Urkunden der Stadtbibliothek Leipzig in der Universitätsbibliothek Leipzig. Neuzugänge nach 1838, Wiesbaden 2009
    Detlef Döring: Die neuzeitlichen Handschriften der Nullgruppe, Bände 1 - 4, Wiesbaden 2000 - 2005
  • Thomas Fuchs: Die neuzeitlichen Handschriften der Signaturgruppe Ms 2000 (Ms 2001 - Ms 2999) sowie kleinerer Bestände (Cod. Haen., Ms Apel, Ms Gabelentz, Ms Nicolai, Ms Thomas), Wiesbaden 2011

Der Bestand von insgesamt rund 3500 orientalischen Handschriften geht auf zwei Sammlungen zurück: zum einen auf den Bestand der Universitätsbibliothek, zum anderen auf den der Leipziger Stadtbibliothek, der sich heute als Depositum in der UBL befindet. Der Kern der Sammlung besteht aus 1850 arabischen, per­si­schen und türkischen Handschriften, die bis auf rund 300 Handschriften in zwei gedruckten Katalogen nachgewiesen sind.

  • Heinrich Leberecht Fleischer und Franz Delitzsch: Codices orientalium linguarum, in: Robert Naumann: Catalogus librorum manuscriptorum qui in Bibliotheca Senatoria Civitatis Lipsiensis asservantur, Grimma 1838, S. 271-562Karl
  • Vollers: Katalog der islamischen, christlich-orientalischen, jüdischen und samaritanischen Handschriften der Universitätsbibliothek zu Leipzig, Leipzig 1906

Der Gesamtbestand wird in verschiedenen von der DFG geförderten Projekten neu katalogisiert und digitalisiert (Abschluss: Frühjahr 2015). In folgenden Online-Systemen können die Handschriften benutzt werden:

Die indischen Handschriften machen neben den arabischen, per­si­schen und türkischen Handschriften den Hauptbestandteil der ori­en­ta­lischen Handschriften aus. Insgesamt rund 1550 Handschriften in den indischen Sprachen Avadhi, Bengali, Braj, Gujarati, Hindi, Kannada, Prakrit und Sanskrit sowie die tibetischen Handschriften und Blockdrucke sind vollständig in zwei Katalogen nachgewiesen:

  • Theodor Aufrecht: Katalog der Sanskrit-Handschriften der Universitäts-Bibliothek zu Leipzig, Leipzig 1901
  • Anett Krause: Die Jaina-Handschriften und weitere indische Handschriften in den Sprachen Avadhi, Bengali, Braj, Gujarati, Hindi, Kannada, Prakrit, Sanskrit sowie die tibetischen Handschriften und Blockdrucke der Universitätsbibliothek Leipzig (A 402, A 1500-A 1502, K 1-K 171, Ms Gabelentz 97:3, 4, 6, 7, 21), Wiesbaden 2013

Einzelne asiatische Handschriften, koreanische, singhalesische, mongolische und Batak-Handschriften sind in verschiedenen Katalogen der KOHD (Katalog der orientalischen Handschriften Deutschlands) nachgewiesen. Die hebräischen Handschriften der Universitätsbibliothek sind in den Katalogen von Robert Naumann und Karl Vollers beschrieben.

Unter der Signatur N.I. (Neues Inventar) ist der ehemalige Handschriftenbestand des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Leipzig zusammengefasst, der 1970 in die Universitätsbibliothek überführt wurde. Er vereinigt rund 240 Einzel- und 20 Sammelhandschriften aus dem 17. bis 19. Jh., überwiegend Abschriften von damals populären Opern, Liedern, Klavier- und Kammermusik des deutschsprachigen und italienischen Raumes.

Der gesamte Bestand N.I. ist in einem handschriftlich angelegten Zettelkatalog erschlossen und in der Musikhandschriftendatenbank RISM (Répertoire International des Sources Musicales) katalogisiert. 

Die mehr als 220 Nachlässe und Autographensammlungen, die in der UBL aufbewahrt werden, bilden einen bedeutenden Bestand sowohl zur Leipziger Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte als auch darüber hinaus. Der Bestand enthält in der Mehrzahl Materialien aus dem 18. und 19. Jh. und reicht bis in die Anfänge des 20. Jh. und umfasst rund 300.000 Dokumente. Hervorzuheben sind die Nachlässe von Gustav Fechner (1801-1887), Johann Christoph Gottsched (1700-1766), Konstantin von Tischendorf (1815-1874) und Karl Bücher (1847-1930). Die Sammlung des Leipziger Verlegers Salomon Hirzel (1804-1877) ist besonders bekannt geworden durch die enthaltenen Goethematerialien. 1892 gelangte durch Testament die umfangreichste Autographensammlung, die Kestner-Sammlung, mit rund 40.000 Dokumenten in die UBL. Diese Sammlung enthält nicht nur Handschriften, sondern auch Urkunden, Akten und zahlreiche Portraitstiche. Außerdem ist 1962 der Autographenbestand der Leipziger Stadtbibliothek als Depositum an die UBL gekommen, mit der Kurt-Taut-Sammlung mit mehr als 10.000 Autographen als Kernbestand.

Nachweisinstrumente

In mehreren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekten wird dieses Bestandssegment erschlossen und digitalisiert. Die Dokumente werden in Kalliope – Verbunddatenbank Nachlässe und Autographen katalogisiert. Jährlich werden rund 35.000 Dokumente neu in Kalliope nachgewiesen. 

Der Nachlass von Karl Bücher wurde darüberhinaus vollständig digitalisiert und ist über eine lokale Präsentation einsehbar.
Bis 2015 werden der im Universitätsarchiv aufbewahrte Nachlass von Wilhelm Wundt sowie Dokumente zu Wundt aus dem Bestand der UBL mit Unterstützung der DFG katalogisiert und digitalisiert.