Digitalisierung von handschriftlichen Dissertationen der UBL
Eine Sondergruppe innerhalb des Gesamtbestands an Hochschulschriften der UBL bilden mehr als 2700 handschriftliche Dissertationen, die im Zeitraum von 1751 bis 1973 an der Universität Leipzig zumeist in deutscher, teils auch in lateinischer Sprache eingereicht wurden. Der Großteil von ihnen datiert in die Zeitspanne von ca. 1870 bis 1930. Folgende Fächergruppen sind innerhalb des Bestands vertreten (in absteigender Reihenfolge): Juristische, philologische und medizinische Dissertationen sowie drei veterinärmedizinische Dissertationen aus den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts.
Diese Dissertationen stellen ein wichtiges Zeugnis für die Geschichte des Promotionswesens an der Universität Leipzig vom 18. bis ins 20. Jahrhundert dar. Sie eröffnen interessante Erkenntnisse zu den damaligen Anforderungen an den Erwerb der Doktorwürde in den verschiedenen Fächern und zum Prozess der Erarbeitung, Finalisierung und Einreichung einer Dissertation. So sind in vielen Fällen Korrekturen der betreuenden Professoren in einer eigens dafür vorgesehenen Spalte erhalten. Manche Dissertationen liegen in verschiedenen Varianten vor, das Spektrum reicht dabei vom korrigierten Entwurf bis hin zum kalligraphisch sehr aufwändig gestalteten Abgabeexemplar.
Innerhalb des seit 2025 durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur geförderten Digitalisierungsprojekts wird dieser Bestand nun sukzessive online verfügbar gemacht.