EinBlick #10: Schön, kostbar, gigantisch. Der Leipziger Machsor
Der Leipziger Machsor ist eine der berühmtesten hebräischen Handschriften, die sich aus dem Mittelalter erhalten haben. Er enthält die Gebete und Gesänge für die jüdischen Festtage und ist reich mit kostbarer Buchmalerei geschmückt. Aus konservatorischen Gründen ist das gewaltige Manuskript aus dem frühen 14. Jahrhundert üblicherweise im Tresor der Universitätsbibliothek Leipzig unter Verschluss. Nun gibt es zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder die Gelegenheit, den Leipziger Machsor zu sehen. Ein besonderes Highlight: Während der Ausstellungszeit wird der Band wöchentlich einmal geblättert!
Die Universitätsbibliothek präsentiert den EinBlick im Rahmen von Tacheles. Das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen.
Vernissage
Die Ausstellung wird am 10.09.2026 um 19 Uhr mit einer Veranstaltung im Café Alibi in der Bibliotheca Albertina eröffnet. Unter dem Titel "Der Leipziger Machsor: Jüdisches Kulturerbe als Verpflichtung" sprechen Dr. Christoph Mackert, Leiter des Handschriftenzentrums der Universitätsbibliothek Leipzig, und Prof. Dr. Jörg Deventer vom Leibniz Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow über jüdisches Kulturerbe der Superlative. Im Fokus stehen unter anderem Fragen von Besitzgeschichte und der für uns bestehenden Verantwortung für jüdisches Kulturgut.
Blättern
Aus konservatorischen Gründen dürfen die illuminierten Buchseiten nicht länger als eine Woche dem Licht ausgesetzt werden. Daher wird immer donnerstags eine neue Doppelseite aufgeblättert. So werden im Laufe der Ausstellung und passend zu den aktuellen jüdischen Festtagen insgesamt sechs Doppelseiten zu sehen sein. Zu jeder Seite können Sie einen kurzen beschreibenden Hörtext abrufen.
weitere Veranstaltungen
Öffentliche Führungen
Kostenfreie Kuratorenführungen mit Dr. Christoph Mackert finden am 24.09. um 19 Uhr und am 05.10. um 15 Uhr statt.
Treffpunkt ist das Foyer der Bibliotheca Albertina. Führungsanfragen für Gruppen ab 5 Personen bitte an: kriebel@ub.uni-leipzig.de
Finissage
Zum Abschluss der Ausstellung findet am 25.10. um 16 Uhr im Fürstenzimmer der Bibliotheca Albertina ein Gespräch mit Machsor-Expertin Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel statt.
