EinBlick #11: Samisdat – Zeitschriften gegen den Strom
In den Jahren vor der politischen Wende 1989 entstanden in der DDR illegale, nicht-systemkonforme Zeitschriften, die selbst herausgegeben (russ. sam isdat) wurden. Die größtenteils von Hand gefertigten Blätter wurden in Kleinstauflagen hinter dem Rücken der Stasi von Hand zu Hand weitergereicht. Was ihre Inhalte so subversiv und brisant machte, zeigt dieser EinBlick anhand mehrerer Exemplare aus den Beständen der Universitätsbibliothek.
Vernissage
Die Eröffnung findet am 12.11.26 um 17 Uhr im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina statt. Sie ist eingebettet in die Vernissage der parallel stattfindenden Wanderausstellung Das andere Russland. MEMORIAL: 35 Jahre Kampf um historische Wahrheit und Demokratie.
Der Zweite Blick
Am 14. Januar 2027 findet im Rahmen der Ausstellung der Gesprächsabend Im Widerstand. Eine Innensicht und eine Draufsicht statt. Kuratorin Dr. Almuth Märker spricht mit der ehemaligen Leipziger Samisdat-Akteurin Christine Rietzke (Frauenkultur e. V. Leipzig) und Prof. Dr. Dr. Tanja Zimmermann (Lehrstuhl für Kunst Ost-, Ostmittel- u. Südosteuropas und ihren interkulturellen Beziehungen). Gemeinsam gehen sie der Frage nach, unter welchen künstlerischen und politischen Vorzeichen sich Ende der 1980er Jahre unter dem Radar der DDR-Staatsmacht sogenannte Samisdat-Zeitschriften wie z. B. Christine Rietzkes „Zaunreiterin“ gründeten und wie sie sich in den Kontext nonkonformer Kunst vor und nach dem Ende der DDR einordnen lassen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Fürstenzimmer der Bibliotheca Albertina.
Führungen
Öffentliche Führungen finden am 17. November um 15 Uhr und am 21. Januar um 11 Uhr statt. Die Führungen sind kostenfrei und eine Anmeldung ist nicht nötig.
Anfragen für Gruppenführungen bitte an das Ausstellungsreferat.