enter text

Papyrus Ebers

Papyrus Ebers│ Größte und einzig vollständig erhaltene medizinische Buchrolle Altägyptens aus dem 16. Jahrhundert v. Chr. Der Leipziger Ägyptologe Georg Ebers schenkte die 18,63 m lange Papyrusrolle 1873 der Universitätsbibliothek und ließ 1875 ein Faksimile drucken.
[Papyrus Ebers; Kolumne 37: Magen- und Darmbeschwerden]

Die ausgestellte Seite

Kolumne 37 ist eine von insgesamt 108 Kolumnen auf einer ursprünglich 18,63 m langen und 30 cm hohen Papyrusrolle. Sie enthält Lehrtexte und Heilmittel bei Magen- und Darmbeschwerden (die sich insgesamt über die Kolumnen 36 bis 44 erstrecken). Überschriften und Mengenangaben sind in roter, der Rest in schwarzer Tusche geschrieben, und zwar von rechts nach links, ohne Punkt und Komma und ohne Zwischenraum zwischen den Wörtern. Die einzelnen Zeichen in Hieratisch [die kursive Form der ägyptischen Hieroglyphen als Buchschrift], sind exakt ausgeführt. Die Zeilen verlaufen gerade. Das Schriftbild wirkt einheitlich und weist auf einen geübten Schreiber hin. Man kann sehr deutlich die außerordentlich feine Struktur des Papyrusmaterials vor dem durchschimmernden schwarzen Hintergrund erkennen. Die Tuschen haben nichts von ihrer Leuchtkraft eingebüßt. Man sieht dem Papyrus Ebers seine dreieinhalbtausend Jahre nicht an.

Übersetzung von Kolumne 37

{36, 21} dann sollst Du dazu sagen: Das ist die Trägheit der Nahrung, die nicht zulässt ...
Eb 189 (36, 17 – 37, 4)
{37, 1} ... dass er weiterisst. Dann sollst Du für ihn machen irgendein Abführmittel: Kerne der Dattel, durchpressen {37, 2} in geronnenem Bier, und seine Esslust kehrt zurück. Wenn Du ihn untersuchst, nachdem dies getan ist, {37, 3} Du findest seine Körperseite warm, seinen Bauch kalt, dann sollst Du sagen: Seine Trägheit {37, 4} ist abgegangen. Dann lässt Du ihn bewahren seinen Mund vor jeglichem gebratenen Fleisch.
Eb 190 (37, 4 – 37, 10)
Wenn Du einen Mann untersuchst, beladen an Verstopfung, {37, 5} er macht Hebungen des Hustens (=Hustenanfälle), indem sein Leiden ist unter seinen Körperseiten wie {37, 6} Klumpen von Kot. [Dann sollst Du dazu sagen:] Das sind Wölbungen zu seinen Seiten, während sein Magen sich verengt hat. {37, 7} Dann sollst Du für ihn bereiten wirksame Mittel zum Trinken: frischen Brei, gekocht in Öl {37, 8} und Honig, sam (Absinth?) (1/32, prt-Snj (Nuss?)-Frucht 1/16, SASA (nicht näher bezeichnete Frucht oder Pflanze) 1/8; geben auf ihn (=den Brei), kochen {37, 9} zu einer einheitlichen Masse, trinken an vier Tagen. Wenn Du ihn danach untersuchst, Du findest ihn im Zustand {37, 10} seines Leidens wie beim ersten Mal, dann bedeutet es, dass er gesund wird.
Eb 191 (37, 10 – 37, 17)
Wenn Du einen Mann untersuchst, der an seinem Magen leidet, {37, 11} der an seinem Oberarm leidet und an seiner Brust auf der Seite seines Magens, wozu man sagt: Dies ist die wAD-Krankheit (='grüne Gesichtsfarbe', Herzinfarkt?). {37, 12} Dann sollst Du dazu sagen: Etwas ist eingetreten in den Mund! Der Tod ist es, der ihm naht. Dann sollst Du für ihn bereiten Ddb (=aufputschende?) Mittel {37, 13} aus Kräutern: Erbsen 1, Zaunrübe 1, njAjA  (eine nicht näher bezeichnete Pflanze) 1, {37, 14} jnnk  (echter Thymian?)1, Körner von sXt-(sechszeilige )Gerste 1; kochen in Öl, trinken durch den Mann. {37, 15} Dann sollst Du geben Deine Hand auf ihn, indem sie gebeugt ist, so dass es dem Oberarm besser geht, bis er schliesslich frei von Leiden ist. Dann sollst Du sagen: {37, 16} Dieses Leiden ist abgegangen zum Mastdarm und zum After. Nicht werde wiederholt {37, 17} dieses Mittel jemals.
Eb 192 (37, 17 – 38, 3)
Wenn Du einen Mann untersuchst, der an seinem Magen leidet, er erbricht häufig: Wenn {37, 18} Du findest es, indem es vorn an ihm ist, seine Augen sind Ssm (=entzündet?) und seine Nase, sie läuft. {37, 19} Dann sollst Du dazu sagen: Es sind Fäulnisprodukte seiner Schleimstoffe, nicht wollen sie herabsteigen zu seinem Beckenraum als {37, 20} seine Schleimstoffe. Dann sollst Du für ihn bereiten: Weizenkuchen, sehr viel sam, geben ein Mass...
(Übersetzung: Marko Stuhr )

Der Papyrus Ebers

Der Papyrus Ebers ist ein Unikat und seit 150 Jahren die Hauptquelle unseres Wissens über die alte ägyptische Medizin. Er ist wegen seines theoretischen wie auch therapeutischen Inhalts der wichtigste medizinische Papyrus.
Seinen Namen trägt er nach dem Entdecker, dem Leipziger Ägyptologen und Romanautor Georg Ebers (1837–1898), der ihn im Winter 1872/73 in Oberägypten von einem koptischen Antikenhändler käuflich erworben und dann der Universitätsbibliothek übereignet hat. Die beim Ankauf vollständig erhaltene Papyrusrolle wurde später in Leipzig aus konservatorischen Gründen in 29 Teile zerschnitten. Die letzten 8 Kolumnen (Kolumnen 103–110) befinden sich auf der Rückseite am Ende der Rolle. Die einzelnen Kolumnen (= Textseiten) sind von 1 bis 110 durchnummeriert. Dabei sind die Ziffern 28 und 29 übersprungen worden, was möglicherweise damit zusammenhängt, dass die Rolle auf 110 enden sollte, was damals als ideales Lebensalter galt.
Die Papyrusrolle stammt aus der Zeit um 1500 v. Chr. Diese Datierung ergibt sich anhand der Schriftform und aus dem Vergleich mit anderen ähnlichen Texten, sowie aus dem Inhalt des Kalenders auf der Rückseite des Papyrus, der das 9. Regierungsjahr des Amenhotep I. = Amenophis I. aus der 18. Dynastie erwähnt, dessen Regierungszeit in das letzte Viertel des 16. Jahrhundert v. Chr. fällt. Eine 2014 durchgeführte C14-Analyse (Radiokarbondatierung zur radiometrischen Datierung von kohlenstoffhaltigen Materialien) hat diese Datierung bestätigt.
Der Papyrus wurde angeblich in Theben als Grabbeigabe gefunden. Dass er lediglich zu diesem Zweck angefertigt worden ist, kann man sich nicht unbedingt vorstellen. Möglicherweise befand sich die Papyrusrolle ursprünglich in einer Bibliothek oder in einem Tempel und war für die Ausbildung von Ärzten gedacht, sozusagen ein kurzgefasstes Lehrbuch oder Nachschlagewerk des damaligen Wissens zur Heilkunde.

Zur Entdeckung des Papyrus Ebers

Am 26. März 1873 schrieb Georg Ebers aus Kairo, vermutlich an den sächsischen Staatsminister Karl von Gerber (der Briefumschlag ist nicht erhalten):
'Ew. Excellenz werden sich wundern, wenn eine Kiste aus Aegypten für Sie anlangt, die mit sechszehntausend Francs versichert ist. Ich bin der Absender dieses Schatzes, den ich zu erwerben das Glück hatte. Der Consul räth mir, ihn gerade an das königliche Hausministerium zu senden, da er vor Gefahren gesichert werden muß, vor denen ihn selbst die Consulatssiegel keineswegs schützen.
Das Kistchen enthält den größten und schönsten Papyros, den Deutschland bisher besitzt, den drittgrößten von allen überhaupt vorhandenen. Er ist so wohl erhalten, dass ihm auch nicht eine Seite fehlt, dass sich kein unlesbarer Buchstabe in ihm findet. Einhundert und zehn Seiten folgen einander auf der riesigen Rolle. Eine jede von ihnen enthält wenigstens zwanzig, ungefähr 8 Zoll lange Zeilen. Die Schrift ist von erstaunenswerther Schönheit und Festigkeit. Die Anfänge der Sätze hat der Hierogrammat [Schreiber] mit rother, den eigentlichen Text mit schwarzer Tinte geschrieben. Ich werde kaum irren, wenn ich die Abfassung des Papyros in die XVIII aegyptische Dynastie, das heißt in das siebzehnte Jahrhundert vor Christus verlege. Unser Document enthält nichts Geringeres, als ein Compendium der gesammten aegyptischen Medicin und beginnt mit den Worten: 'Anfang des Buches von den Krankheiten aller Glieder des Menschen', und nun folgen Beschreibungen aller denkbaren Leiden mit Recepten, welche der Arzt anzuwenden und Gebeten, die der Kranke zu sprechen hat. Den Augenkrankheiten sind allein 9 Seiten gewidmet. Auf der Rückseite befindet sich ein sehr werthvoller Kalender und ein Text, durch den wir erfahren, dass man unser Buch einem der ersten Könige von Aegypten zuschrieb. Später soll es zu Sechem zu Füssen einer Anubisstatue gefunden worden sein. [...]
Neben dem Papyros auf der Erde liegend (er musste mit großer Vorsicht aufgerollt werden) habe ich, ich kann wohl sagen mit furchtbarer Anstrengung Seite für Seite studirt und so den Inhalt des ganzen Werkes so weit erfasst, dass ich der Hauptsache nach seinen ganzen Inhalt übersehe. Dieser bietet das grösste Interessse, nicht nur für die Geschichte der Medicin. [...]
Gleich nach meiner Heimkehr denke ich an die Veröffentlichung des Papyros zu gehen; eine schwere, aber dankbare Arbeit. Die Publication des Documents kann schnell vor sich gehen; die Eruierung der Bedeutung jeden einzelnen Wortes wird Jahre in Anspruch nehmen.
Ich empfehle meinen Schatz bis zu meiner Heimkehr (Ende April) der gütigen Obhut Ew. Excellenz. Die Büchse mit dem mehr als 3000 Jahre alten, die grösste Vorsicht erheischenden, gebrechlichen Papyros darf nur von mir selbst geöffnet werden. Ich bitte noch angelegentlich das Kistchen an einen trockenen Ort zu stellen. Denn nichts verdirbt einen Papyros leichter, als Feuchtigkeit. [...]
Ausser den genannten Gegenständen ist es mir gelungen, so reiches neues urschriftliches Material zu erwerben, dass ich frohen Muthes sagen darf, dass ich die mir gütigst bewilligte Urlaubszeit nach besten Kräften ausgenutzt habe.
In vorzüglichster Ergebenheit.
Ihr gehorsamer Dr. Georg Ebers.
Ausserordentlicher Professor der Aegyptologie an der Universität zu Leipzig'
[Vgl. Dietmar Debes: Zur Erwerbung des Papyrus Ebers, in: Weite Welt und breites Leben. Festschrift für K. Bulling (Zentralblatt f. Bibliothekswesen Beiheft 82), Leipzig 1966, S. 139-141.]

Zur Überlieferung des Papyrus Ebers

Heute wird der Papyrus Ebers unter ganz besonderen konservatorischen Bedingungen aufbewahrt. Licht und zu hohe Luftfeuchtigkeit sind die größten Gefahren für Texte auf Papyrus. Daher wurde die Rolle bereits im 19. Jahrhundert unter Glas gebracht. Als erhaltens- und schützenswertes Kulturgut wurde der Papyrus während des Zweiten Weltkrieges zunächst im Tresor der Deutschen Bank Leipzig aufbewahrt, später nach Schloß Rochlitz (60 km südöstlich von Leipzig) ausgelagert. Seit seiner Bergung 1945 sind einige Kolumnen verloren oder beschädigt.
Seit dieser Zeit fehlen vollständig 17 Kolumnen: 48, 49, 55, 80, 81, 82, 93, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 110, beschädigt sind 4 Kolumnen: 54, 56, 94, 109. Ein nicht mehr zu ermittelnder Schreiber in der Neuen Zürcher Zeitung vom 7. August 1951 berichtet: 'Als man sich wieder um den Papyrus kümmern konnte, fand man ihn nicht mehr im Haus, sondern in einem Hundezwinger unter Kot und Schmutz. Bei einigen Blättern waren die schützenden Glasscheiben zerbrochen, an einer Stelle hatte der zarte Beschreibstoff des Papyrus durch Risse gelitten.'

Georg Ebers (1837-1898)

Georg Ebers studierte zunächst Rechtswissenschaften in Göttingen. Seit 1860 besuchte er die Ägyptologischen Veranstaltungen des Berliner Ägyptologen Richard Lepsius. 1862 erfolgte die Promotion über Memnon und die Memnonssage. Anschließend unternahm er Bildungsreisen in Europa. Ebers wollte immer beides sein, auf der einen Seite ein angesehener Wissenschaftler und Hochschullehrer, auf der anderen ein erfolgreicher Romanautor. Im Jahr 1869 wurde er in Jena zum außerordentlichen Professor ernannt, wechselte dann 1870 nach Leipzig. Von einer Ägyptenreise 1872/73 brachte er den 'Papyrus Ebers' mit. 1875 erschien die prachtvolle Faksimileausgabe in zwei Bänden, und im gleichen Jahr wurde Ebers zum ordentlichen Professor in Leipzig ernannt.
Ab 1876 war Ebers öfter krank und verlegte seinen Schwerpunkt auf die literarische Produktion. Seine Gesammelten Werke, zwischen 1893–1897 herausgegeben, umfassen 32 Bände. Davon enthalten 29 Bände Romane und Erzählungen sowie seine Autobiographie. Der literarische Wert der Romane ist umstritten. Die Gestalten und Helden seiner Romane agieren in historisch wichtigen und spannenden Umbruchszeiten. Die Handlungen spielen etwa unter Pharao Ramses II. (Uarda, 1877) oder Kaiser Hadrian (Der Kaiser, 1881), in der Epoche der Auseinandersetzungen zwischen Christen und Heiden (Homo sum, 1878) oder am Ende des alten Ägypten (Serapis, 1885).
Ebers starb 1898 in München, wo auf dem Nordfriedhof ein Grab mit Büste an ihn erinnert.

Inhalt des Papyrus Ebers

Der Papyrus Ebers ist eine Art Handbuch zur altägyptischen Heilkunde.
Der Papyrus Ebers enthält auf 110 Kolumnen 879 Einzeltexte, die neun medizinische Themenbereiche betreffen:
Kol. 1–6: Sprüche, die vor der medizinischen Behandlung aufzusagen sind
Kol.  7–335: Innere Krankheiten
Kol.  336–431: Augenkrankheiten
Kol.  432–602: Hautkrankheiten
Kol.  603–696: Krankheiten der Extremitäten
Kol.  697–782: Vermischtes (Kopf, Zunge, Zähne, Nase, Ohren, Schönheitsmittel)
783-853: Gynäkologisches
Kol.  854–856: Informationen über Herz und Blutkreislauf
Kol.  857–877: Geschwüre
Die Texte lassen sich wie folgt charakterisieren:
44 Lehrtexte, 4 Prognosen, 776 Rezepte in Kurzfassung, 28 Rezepte mit Resten des Lehrtextes, 11 Rezepte mit zusätzlichem Zauber, 10 Zaubertexte mit medizinischer Anwendung, 1 Zaubertext ohne medizinische Anwendung, 4 Zusammenstellungen aus Lehrtexten
Der Heiler war im alten Ägypten gleichzeitig Arzt, Priester und Magier und vertritt Wissenschaft, Religion und Magie. Der Gegenstand der Heilkunde ist der Mensch in seiner Gesamtheit.
70-80 % der Zutaten bei den Heilmitteln sind nicht identifiziert, weshalb es nicht einfach ist, altägyptische Heilrezepte nachzubereiten.

Weitere Seiten aus dem Papyrus Ebers

Dass die hieratische Schrift bisweilen sehr anschaulich ist, zeigen in Kolumne 8 zu Beginn der Zeilen 1 und 19 die Zeichen für Honig, die sich aus einer Biene und einem Topf dahinter zusammensetzten. Aber auch in Kolumne 9 zeigt das Männchen am Ende der Zeilen 11 und 16 fast, dass es dort um Mittel  zum Ausscheiden oder Ausharnen geht.
Der Papyrus Ebers hat bis zur Kolumne 22 solche kleineren und schmaleren Kolumnen. Ab Kolumne 22 schreibt der antike Schreiber eine Art Blocksatz, während er in den ersten Kolumnen mit jeden neuen Rezept und jeder Zutat eine neue Zeile beginnt. Außerdem sind die Quantenangaben wie mit einer Art Tabulator nach links herausgerückt. Rechts kann man auch gut die antike Klebung sehen, die so fein ist, dass auch darüber hinweggeschrieben wird. Der Papyrus Ebers besteht aus 48 Einzelblättern, die im Schnitt 40,5 cm breit sind. Sie sind in der Antike so zusammengeklebt worden, dass jeweils das rechte Blatt das linke überlappt, damit man ohne größere Probleme die Klebung überschreiben kann, wenn man von rechts nach links schreibt.
In der Kolumne 31 geht es um die Behandlung von Leiden am After und die verschiedenen Heilmittel besonders zur Kühlung der Hitze durch Zäpfchen. Schreibtechnisch ist bemerkenswert, wie der Schreiber das Problem einer beim Abschreiben versehentlich ausgelassenen Passage löst. Er markiert die entsprechende Stelle in der zweiten Zeile mit einem roten X-Zeichen und fügt die Textstelle oberhalb der Kolumnenzahl ein.
Kolumne 88: Man kann ohne weiteres erkennen, dass hier ein Kapitel von den anderen durch Leerzeilen davor und danach getrennt ist, was sonst im Papyrus Ebers nicht vorkommt. Es handelt sich dabei um die Rezepte 726–732. In ihnen geht es um das „Herausziehen eines Stachels, der im Körper ist“ und „Heilmittel für einen Dorn, den man herausgeschnitten hat.“ Es folgt dann ein „Heilmittel für das Beseitigen einer Verhexung.“  Die letzten Zeilen sind gedrängter geschrieben, nachdem das Vorherige ausgewischt worden ist, wie man gerade noch erkennen kann.
Dies ist mit der Nr. 110 die letzte Kolumne des Papyrus Ebers, deren Text in der letzten Zeile endet mit „Heilmittel bis zur Gesundung.“ Im Vergleich mit den Originalseiten kann man einerseits die ausgezeichnete Qualität des Faksimiles von 1875 erkennen und bewundern, andererseits wird man schmerzlich an den Verlust einiger Kolumnen erinnert.

Hinweise zum Weiterlesen

Interessante Links

Der digitale Weg zum Papyrus Ebers geht über die Webseite des von der UB Leipzig gemeinsam mit Bibliotheken in Halle und Jena realisierten Papyrus- und Ostraka-Projekts.
Eine deutsche Übersetzung von Marko Stuhr findet sich hier.