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Universität Leipzig

Rahmenprogramm

Ausstellung täglich 10–18 Uhr geöffnet, Eintritt frei

Bibliotheca Albertina
Ausstellungsraum (Foyer links)
Beethovenstr. 6
04107 Leipzig

Ms 468
Ms 468

Ausstellungseröffnung

am 10. Dezember 2015 um 19 Uhr

mit Ulrich Johannes Schneider, Christoph Mackert und Armand Tif

Nach der Eröffnungsveranstaltung im neuen Vortragssaal der Bibliotheca Albertina findet anschließend ein Empfang und Rundgang durch die Ausstellung statt.
18 Uhr gibt es eine Vorabführung für Mitglieder des Fördervereins Bibliotheca Albertina e.V..

Führungen

Öffentliche Führung am 12. und 13. Dezember 2015, 10. Januar 2016, 14. Februar 2016, 13. März 2016 – jeweils 15 Uhr, kostenfrei

Führungen für Gruppen nach Vereinbarung, kostenfrei:
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@ub.uni-leipzig.de
Tel.: +49 341 97-30565 

Vorträge

14. Dezember 2015, 19 Uhr

Armand Tif (Wien): Wirtschaftsfaktor: Buchmalerei. Von Gutenberg über die Universität zur Buchmesse im Spätmittelalter

Johannes Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks führte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zu neuen Entwicklungen im gesamten Buchwesen. Eine der größten Herausforderungen der frühen Drucker war die Erschließung neuer Absatzmärkte. Erschwert wurde der Vertrieb durch die erforderliche nachträgliche Bearbeitung der gedruckten Werke (Inkunabeln). In aufwendiger Handarbeit wurden die für Gliederung und Lesbarkeit der Texte notwendigen Ergänzungen mit unterschiedlichen Dekoration, wie Initialbuchstaben, Rubriken, Illustrationen etc. vorgenommen. 

Einer der ab den 1450er Jahren in Leipzig tätigen, professionellen Buchmalereiwerkstatt (Pfauenwerkstatt) kam beim Aufbau des ersten breiten Vertriebswegs gedruckter Codices über die Handelsstadt eine wichtige Rolle zu. Buchbinder, Rubrikatoren und Buchmaler boten in den folgenden Jahrzehnten eine wirtschaftlich günstige Infrastruktur zur Fertigstellung von Inkunabeln für den Markt, die zunehmend auch von auswärtigen Druckereien und Buchhändler für den überregionalen Vertrieb genutzt wurde. 

Armand Tif (Wien) präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse über die Bedeutung der Leipziger Buchmalereiwerkstätten des 15. Jahrhunderts für die erfolgreiche überregionale Etablierung und Entwicklung der Leipziger Buchmesse und des frühen Leipziger Verlagswesens in den ersten Jahrzehnten ihres Entstehens.

04. Februar 2016, 19 Uhr

Christoph Mackert (Leipzig): Bilder einer Ausstellung. Neue Funde zur Buchmalerei in Leipziger Handschriften

Bei den Vorbereitungen zur aktuellen Buchmalerei-Ausstellung "Blätterleuchten" der Leipziger Universitätsbibliothek kam es zu einer Reihe von Entdeckungen bei bislang wenig erforschten Handschriften. Unbekannte Werke bekannter Malwerkstätten wurden ebenso identifiziert wie neue Zeugnisse zur Buchmalerei des 15. Jahrhunderts ermittelt. Der Vortrag ist ein virtueller Rundgang durch diese prächtig ausgestatteten Handschriftenfunde.