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Projektergebnisse im Überblick

Digitaler Portraitindex

Gefördert durch

DFG

Projektlaufzeit

2009–2014

Projektbeteiligte

Projektmitarbeiter:
Barbara Klingner
Sascha Krohn
Till Meyer
Elina Potratz

Projektbetreuer und Ansprechpartner:
Prof. Dr. Thomas Fuchs

Kontakt

Mail:

Digitaler Portraitindex der druckgraphischen Bildnisse der Frühen Neuzeit

Die UBL verwaltet in ihren Sammlungen circa 15.000 Portraits. Zum Grundstock der Sammlung gehören rund 11.000 Portraits von Adeligen, Geistlichen, Gelehrten und Künstlern, meistenteils aus dem deutschen Sprachgebiet. Den zeitlichen Schwerpunkt bilden das 17. und 18. Jh. Dieser Bestand geht auf die Pinakothek des Freiherr Thomas von Fritsch auf Schloss Seerhausen zurück, die zusammen mit dessen umfangreicher Bibliothek 1836 erworben wurde.
Die Sammlung besitzt einen deutlich regionalkundlichen Bezug. So finden sich neben Portraits sächsischer Herrscher und Staatsbeamter Abbildungen Leipziger Bürger und Handelsherren.

In Leipzig wirkten Kupferstecher und Radierer, die auch außerhalb Leipzigs und Sachsens Bedeutung erlangten. Zu nennen wären die Künstlerfamilien Bernigeroth und Roßmässler, aus denen einige bekannte Kupferstecher hervorgingen, Johann Georg Mentzel, Johann Friedrich Bause und dessen Tochter Juliane Wilhelmine sowie Johann Christoph Sysang und seine Tochter Johanna Dorothea. Blätter dieser Künstler sind in der Sammlung stark vertreten.

Eine größere Anzahl von Portraits liegt innerhalb der Autographensammlung Kestner vor, die Ende des 19. Jahrhunderts durch testamentarische Verfügung Georg Kestners, eines Nachfahren von Goethes Freundin Charlotte Buff, an die UBL kam.

Obwohl auch hier der Großteil der Portraits Personen aus dem deutschen Sprachraum abbildet, sind eine bedeutende Anzahl von Persönlichkeiten aus Frankreich, England, den Niederlanden, Osteuropa und Ländern außerhalb Europas vorhanden.

Die Porträtstiche werden in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Großprojekt unter Federführung von Foto Marburg digitalisiert und katalogisiert. Der Digitale Portraitindex der druckgraphischen Bildnisse der Frühen Neuzeit (DPI) läuft nun im Dauerbetrieb und wird mit den bestehenden und neu zu gewinnenden Partnern weiter ausgebaut.