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Projektergebnisse im Überblick

Manuscripta Mediaevalia

gefördert durch

Projekt in Eigenleistung der UBL

Projektlaufzeit

2004–2009

Projektbeteiligte

Wissenschaftliche Bearbeiterin:
Dr. Almuth Märker

Leiter Handschriftenzentrum:
Dr. Christoph Mackert

Kontakt

Mail:

Erschließung der mittelalterlichen theologischen Handschriften der UBL (Ms 751-869)

Im Rahmen eines Eigenleistungsprojekts der UBL wurden von 2004 bis 2009 die theologischen Handschriften im Signaturenbereich Ms 751 bis Ms 769 beschrieben, wodurch nun das Signaturensegment der mittelalterlichen theologischen Handschriften (Ms 1-869) vollständig bearbeitet ist. Die Erschließung erfolgte in Form eines Kurzkatalogs, welcher bewusst Lückenhaftigkeit und Korrekturbedürftigkeit in Kauf nimmt. Die Bibliothek ist daher für korrigierende und ergänzende Hinweise dankbar.

Alle Erschließungsdaten sind über Manuscripta Mediaevalia bereitgestellt und recherchierbar.

Die theologischen Handschriften des genannten Segments enthalten überwiegend lateinische, daneben auch deutsche Texte des 11. bis frühen 16. Jh. Vielfach vertreten sind Codices klösterlicher Provenienz, vor allem aus dem Säkularisationsgut der nach der Reformation aufgelösten sächsischen Klöster in Altzelle, Pegau, Chemnitz, Pirna und auf dem Petersberg bei Halle sowie der Leipziger Konvente der Dominikaner, Franziskaner und Augustinerchorherren. Inhaltlich handelt es sich um einige Sermoneshandschriften, vor allem aber um hagiographische Handschriften. Darunter sind verschiedene Codices mit Nekrologen, Martyrologien und Kalendarien, die für die sächsische Klostergeschichte besonderen Wert haben. Vielfach zeichnen sich die Bände dadurch aus, dass die für das monastische Leben ohnehin wichtigen Heiligenviten um zentrale klösterliche Texte ergänzt sind. Zudem sind sie häufig durch Nachträge erweitert, die den Codex zu einer singulären historischen Quelle des jeweiligen Klosters machen. Besonders erwähnenswert sind dabei die Kapiteloffiziumsbücher. Das typische äußere Erscheinungsbild des Bestands ist die schlichte Gebrauchshandschrift, daneben gibt es einzelne Beispiele von Buchschmuck auf mittlerem bis hohem Niveau.

  • Zur Methode der Kurzerfassung mittelalterlicher Handschriften. Ergebnisse und Funde in einem Segment theologischer Handschriften der Universitätsbibliothek Leipzig, in: Das Buch in Antike, Mittelalter und Neuzeit. Sonderbestände der Universitätsbibliothek Leipzig, hg. von Thomas Fuchs, Christoph Mackert und Reinhold Scholl (Schriften und Zeugnisse zur Buchgeschichte 20), Wiesbaden 2012, S. 71-90.
  • Almuth Märker, Die Bibliothek des Benediktinerklosters Pegau. Sachsens älteste Bibliothek, in: Zur Erforschung mittelalterlicher Bibliotheken. Chancen - Entwicklungen - Perspektiven, 2009, S. 275-290.