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Gefördert durch 

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 

Projektlaufzeit

2017–2020

Projektleiter

Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider

Projektkoordination

Leander Seige

Cross Media Repository (CMR): Aufbau eines Medienübergreifenden Repository auf der Basis von Qucosa

Der möglichst umfassende, freie und leichte Zugang zu Information und Wissen ist eine fundamentale Voraussetzung für Forschung und Lehre. Die wissenschaftlichen Bibliotheken in Sachsen verfolgen daher seit Jahren erfolgreich eine Strategie der möglichst vollständigen Digitalisierung ihrer wertvollen analogen Quellen. Im Zuge des 2015 begonnenen Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur des Freistaates Sachsen hat die Digitalisierung wertvoller Kulturschätze und wissenschaftlich relevanter historischer Quellen in Sachsen noch einmal eine deutliche Steigerung erfahren. Daneben betreiben alle sächsischen Hochschulbibliotheken sowie weitere sächsische Wissenschaftseinrichtungen den gemeinsamen Dienst Qucosa zur Open Access-Publikation elektronischer Dokumente. Seit Anfang 2015 werden in Qucosa zudem auch Dokumente verwaltet, die die SLUB Dresden gemäß ihres landesbibliothekarischen Auftrags im Rahmen des Pflichtabgabegesetzes für elektronische Medien entgegen nimmt. Der angegliederte Dienst Qucosa.Journals ermöglicht die Publikation elektronischer Open Access-Zeitschriften.

Die Gesamtheit der digitalen Objekte in Bibliotheken wird jedoch gegenwärtig in der Regel noch in unterschiedlichen Systemen erzeugt, bearbeitet, verwaltet und präsentiert. Die Fragmentierung der digitalen Bestände ist historisch bedingt. In den letzten Jahren haben sich jedoch im Kontext großer kooperativer Aggregationsprojekte wie der europäischen digitalen Bibliothek Europeana, der von Bund und Ländern geförderten Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), wissenschaftlicher Initiativen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und verschiedener Bundesministerien einheitliche Standards entwickelt, die es nun zu adaptieren gilt.

Das Verbundprojekt der SLUB Dresden und der UB Leipzig zielt auf die Weiterentwicklung der technologischen Basis des Dokumentenservers Qucosa zu einem medienübergreifenden Repository für sämtliche digitalen Ressourcen. Das resultierende Content Repository soll als zentraler Data Hub in die bestehenden Digitalisierungs- und Publikationsworkflows eingebunden werden und seinerseits sowohl alle relevanten Format- und Schnittstellenstandards als auch zentrale nachgeordnete Verfahren wie etwa eine elektronische Langzeitarchivierung bedienen.

Das Verbundprojekt gliedert sich in 2 Bereiche:

Das Vorhaben der SLUB Dresden zielt auf den Ausbau der Qucosa-Software Fedora Commons vom reinen Dokumentenserver zum medienübergreifenden Repository. Dazu gehören die Erweiterung des Datenmodells zur Aufnahme retrodigitalisierter Objekte verschiedenster Medientypen sowie die Schaffung notwendiger Schnittstellen zur Integration in die bestehenden Digitalisierungs- und Publikationsworkflows sowie Dienste zur Datenprozessierung.

Das Vorhaben der UB Leipzig zielt auf die verbesserte integrierende Präsentation der digitalen Ressourcen im medienübergreifenden Repository sowie eine funktionale Erweiterung des Dokumentenservers Qucosa zu einer vollständigen Publikationserfassung für Hochschulbibliografien und die Publikation von eJournals.

Die ausführenden Projektpartner, die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL), sind die größten Hochschulbibliotheken in Sachsen. Sie erfüllen wichtige Dienstleistungen für die Hochschulbibliotheken im Freistaat. Mit den Bausteinen Qucosa (Dokumentenserver), Kitodo (Retrodigitalisierung) sowie OJS (eJournal-Management) haben sie in den vergangenen Jahren modernste Infrastrukturkomponenten und Services geschaffen, die auch national und international auf großes Interesse stoßen. Entstehende Software-Komponenten werden unter einer Open-Source-Lizenz bereitgestellt und können kostenfrei nachgenutzt werden.